Konzept: Ankerschulen im Bereich der Förderschulen Bayern

Herausgeber: ISB / StMUK (intern, kein explizites Datum)
Umfang: 2 Seiten
Kontext: Förderschulspezifische Konkretisierung des allgemeinen Ankerschulkonzepts (→ src-ankerschule-2026)


Verbindliche Aufgaben (Förderschulen)

Förderschulen einigen sich auf evaluierbare Aufgaben aus dem Portfolio des KMBek:

Aufgabe Status
Jahresthema: Pädagogisch-technische Rahmenbedingungen verbindlich
Systematische und kooperative Unterrichtsentwicklung verbindlich
Unterstützung bei RLFB durch Praxisbeispiele verbindlich
Schnittstelle für Innovationsvorhaben gesetzt (nicht verhandelbar)

Jahresthema: Pädagogisch-technische Rahmenbedingungen

Ankerschulen eruieren zunächst gemeinsam mit ihrer BdB den Status quo — dann Etablierung verbindlicher Rahmenbedingungen an der Ankerschule in folgenden Bereichen:

  • Digitale Organisationsstruktur im Unterricht (1-zu-1-Ausstattung, Entleihsysteme …)
  • Nutzungsregeln für Endgeräte
  • Lernende: Einarbeitung & Kompetenzaufbau
  • Lehrende: Grundlagen und Fortbildung
  • Schulinterne Unterstützungssysteme
  • Technik und Software

Kooperative Unterrichtsentwicklung (zwei Ebenen)

Ebene 1 — Schulintern: Ankerschule entwickelt kooperativ Unterricht im eigenen Kollegium.

Ebene 2 — Netzwerk: Ankerschule entwickelt mit gezielt ausgewählten Netzwerkschulen kooperativ Unterricht.
Dabei zu beachten: unterschiedliche Förderschwerpunkte einbinden, Ausstattung berücksichtigen, Kompetenzen im Kollegium, themenspezifische Auswahl.

Die Ankerschule übernimmt eine Gruppenleitung bei kooperativer Unterrichtsentwicklung.


Unterstützung RLFB durch Praxisbeispiele

Formate, in denen Ankerschulen praxiserprobte Unterrichtsbeispiele vorstellen:

  • Vernetzungstreffen (Präsenz, dezentral oder online)
  • Schulbesuche (optional)
  • Hospitationen (optional)
  • RLFB für pädagogische Systembetreuung und Lehrkräfte der IT-Dienste / Medienkonzeptteams

Dezentrale Option (förderschulspezifisch)

Begründung: räumliche Gegebenheiten (lange Fahrtzeiten in den Regierungsbezirken), geringe Raumkapazitäten, unterschiedliche Förderschwerpunkte.

→ Vernetzungstreffen und ähnliche Veranstaltungen können dezentral unter Mitwirkung der Ankerschule (einer Lehrkraft) innerhalb bestehender Strukturen stattfinden.


Koordination durch BdB

Die Koordination und Organisation von regionalen Fortbildungsangeboten obliegt den BdB (Beratung digitale Bildung):
- Partner vernetzen (Experten-/Referentennetzwerk, Ankerschulen, weitere Fortbildende)
- Angebote sammeln und in FiBS einstellen
- Anfragen koordinieren, ggf. Fortbildungsthemen festlegen
- Einzelne Aufgaben können an Partner delegiert werden (z. B. Koordination von Angebot/Nachfrage im Rahmen von concept-qualitaetsmerkmale-digitaler-unterricht|K+5)


Offene Anfrage (im Dokument)

„Kann das ‚Guthaben' bei ByLKI und AIS.chat für die Ankerschulen bitte hochgesetzt werden — vergleichbar mit KI@school-Schulen —, um auch hier innovativ erproben zu können?"

Dies ist eine interne Bitte an StMUK/ISB: Ankerschulen haben aktuell kein erhöhtes KI-Kontingent, KI@school-Schulen hingegen schon. Status ungeklärt.


Abgrenzung zum allgemeinen KMS

Das allgemeine KMS (src-ankerschule-2026) beschreibt das Rahmenkonzept für alle Schularten. Dieses Dokument konkretisiert:
- Welche Aufgaben für Förderschulen verbindlich sind (vs. optional)
- Wie kooperative Unterrichtsentwicklung strukturell abläuft (2 Ebenen)
- Warum die dezentrale Option notwendig ist (Förderschwerpunktvielfalt)
- Welche Rolle die BdB operativ hat (nicht nur Begleitung, sondern Koordination)


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