Making und Schule — Praxishandbuch für Schulentwicklung und Unterricht
Herausgeberinnen: Ostschweizer Fachhochschule (OST) und Pädagogische Hochschule Thurgau (PHTG), im Auftrag des Amts für Volksschule Thurgau (Schweiz). Kopaed 2024, CC BY 4.0 (Deutschland), 396 Seiten. Ergebnis eines dreijährigen Praxisforschungsvorhabens („Making-Erprobung Thurgau") mit fünf Pilotschulen.
Hinweis: Kein bayerischer bzw. deutscher Verwaltungskontext — Schweizer Kanton Thurgau. Thematisch ein eigener Bereich (MakerSpace-Pädagogik) ohne direkte Verbindung zu den bisherigen Wiki-Themen (Förderschulfinanzierung, Ankerschulen, KI-Verwaltung). Diese Seite fasst nur Struktur und Kernthese zusammen, keine Detailauswertung der einzelnen Kapitel.
Kernthese
MakerSpaces (Werkstatt-/Lernräume für „Making" — praktisches, kreatives Herstellen mit analogen und digitalen Werkzeugen) haben sich von einem Nischenphänomen zu einer anerkannten Lernumgebung entwickelt. Das Buch leitet aus der Praxiserprobung sechs aufeinander aufbauende Schritte für Schulen ab, MakerSpaces aufzubauen und eine „Making-Kultur" zu etablieren.
Struktur (6 Kapitel)
- Making starten — Bedingungen klären (Ausgangslage der Schule)
- Making planen — Team, Kommunikation, Partizipation, Ressourcen, Budget
- Making konzipieren — Lehrplanbezüge, Zeitmodelle, Rollen, Weiterbildung
- Making umsetzen — MakerSpace als Lernumgebung: Raumgestaltung, Ausstattung/Tools, Beschaffung, Wartung
- Making unterrichten — Didaktik der Maker Education: Methoden, Beispielprojekte/Challenges, Begleitung, Leistungsbeurteilung
- Making weiterentwickeln — Evaluation, Selbsteinschätzungsinstrumente, Herausforderungen
Jedes Kapitel endet mit einer praktischen Checkliste.
Konzeptioneller Bezug
Bezieht sich auf das „Maker Manifesto" (2013, Verfasser: Gründer einer US-amerikanischen MakerSpace-Kette) als Grundlage der Maker-Education-Didaktik: intrinsisch motiviertes Lernen, offener Austausch, spielerischer Zugang zur Aufgabenstellung.
Mögliche Anschlussfragen (nicht ausgewertet)
Falls das Thema MakerSpace/Making für bayerische Schulen relevant wird (z.B. im Kontext Informatik-Lehrplan Förderschulen oder Ankerschulen-Themenschwerpunkte), böte dieses Handbuch Vergleichsmaterial zu Planungs-, Finanzierungs- und Unterrichtsfragen — eine vertiefte Auswertung einzelner Kapitel wäre bei konkretem Bedarf nachzuholen.
Erster bayerischer Anschlusspunkt: Das Programm PIZ führt Maker Education als eine seiner fünf thematischen Säulen — für PIZ-Schulen (oder Schulen mit MakerSpace-Plänen) liefert dieses Handbuch das derzeit umfangreichste frei lizenzierte Umsetzungsmaterial.