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KMS: Modulplan Digitale Bildung im Vorbereitungsdienst an Förderschulen

Herausgeber: StMUK Referat III.6 (Az. III.6-BS8101-4a.66985)
Datum: 13.10.2023
Empfänger: Regierungen, Sachgebiet 41 — örtliche Prüfungsleitung für das Lehramt für Sonderpädagogik
Titel: „Implementierung einer systematischen Förderung digitaler und medienbezogener Lehrkompetenzen im Vorbereitungsdienst an Förderschulen — Modulplan Digitale Bildung – Orientierungsrahmen"

Formale Grundlage für die systematische Digitalisierungs-Ausbildung der Studienreferendare an Förderschulen: Die Ausbildungsgeräte (seit Sept. 2022, ab SJ 2023/24 flächendeckend) sind nur ein Baustein — ergänzend muss jedes Ausbildungsseminar einen verbindlichen Modulplan Digitale Bildung erstellen.


Zielsetzung

  • Orientierung am Kompetenzrahmen DigCompEdu Bavaria (DCE-B) (vgl. KMS vom 16.09.2021, Az. I.4-BS1356.3/24/4)
  • Zielniveau: Kompetenzstufe III–IV des DCE-B zum Ausbildungsende; digital gestützte Methoden selbstverständlich und reflektiert einsetzen; Sicherheit bei der Werkzeugauswahl; rechtliche Vorgaben und Grenzen kennen
  • Digitale Kompetenzen werden in der Bewertung (Unterrichtskompetenz, Erzieherische Kompetenz, Handlungs- und Sachkompetenz) deutlicher akzentuiert
  • Module und sonderpädagogische Ausbildungsinhalte ergänzen sich wechselseitig (Reflexion vor sonderpädagogischem Unterrichtshintergrund)

Organisation

  • Jedes Ausbildungsseminar erstellt einen Modulplan aus mindestens 15 Modulen (unter Berücksichtigung bereits eingerichteter Module)
  • Durchführung auch durch: weitere Lehrkräfte der Seminarschulen (z. B. ByCS-/mebis-Koordinatoren), externe Referenten (IuK-Fachberatungen, BdB, RefNetzDB), seminarübergreifende Kooperationen
  • Seit Frühjahr 2023: Referendare können an ALP-Online-Formaten (Selbstlernkurse, eSessions) zu ByCS-Anwendungen teilnehmen (Anmeldung über FIBS); übrige staatliche Lehrerfortbildung bleibt Lehrkräften nach dem 2. Staatsexamen vorbehalten
  • Umfang je Modul: 1–2 Zeiteinheiten; praktische Erprobung in Lehrversuchen/eigenverantwortlichem Unterricht; Produktion und Kultur des Teilens etablieren; Blockveranstaltungen möglich, aber keine Konzentration aller Module an den Ausbildungsbeginn
  • Entwicklung im SJ 2023/24, danach jährliche Evaluation und Weiterentwicklung

Orientierungsrahmen (Anlage): 24 Modulthemen mit DCE-B-Mapping

Jedes Thema ist auf DCE-B-Teilkompetenzen gemappt. Themen u. a.:

  • Zugänge (ByCS samt Dashboard, mebis-Teilangebote), digitales Klassenzimmer (Whiteboards, Dokumentenkameras, Ausbildungsgeräte), mebis-Serviceangebote
  • Standardsoftware, Selbstmanagement/digitale Klassenverwaltung, Lernplattformen (mebis-Kurse erstellen), Schüleraktivierung (h5p, mebis-Test), kollaboratives Arbeiten
  • Rechtlicher Rahmen (Social Media, Datenschutz, Schülerdaten, Urheberrecht, freie Alternativen; angemessene digitale Kommunikation mit Schülern/Eltern)
  • Interaktive Inhalte, hybrider Unterricht, Classroom Management, Erklärvideos selbst erstellen, digitale Schulbücher/digitale Heftführung, Schülerfeedback (mebis, EMU)
  • Differenzierung/Individualisierung, Diagnostik und Lernstandserhebung digital, Einsatz sonderpädagogischer Apps (u. a. Unterstützte Kommunikation) — das sonderpädagogische Kernprofil
  • Hintergrundwissen (Algorithmen, Big Data, KI, Verschlüsselung), Digitalisierung & Schulentwicklung (Medienkonzept, 4K, SAMR, Frankfurt-Dreieck), päd.-psych. Herausforderungen (Onlinesucht, Cybermobbing, Hate Speech), digitale Prüfungsformate, Informatik als Unterrichtsprinzip und -fach

Einordnung

Das KMS ist der formale StMUK-Rahmen, den die BdB-Angebote operativ ausfüllen: Die DiBiS-Halbtage der BdBs Oberbayern sind ein Umsetzungsbaustein dieses Modulplans (externe Referenten). Es verbindet drei Wiki-Stränge: Ausbildungsgeräte (Hardware), DCE-B (Kompetenzrahmen) und die BdB-Fortbildungsstrukturen.

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