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BdB-Materialvorstellung Dialogkampagne Phase 2+3 (06.10.2026)

Format: Videokonferenz (Webex), 14:00–ca. 16:05 Uhr, ca. 130 Teilnehmende (BdB, StMUK-Vertreter, ALP-Redaktionsteam)
Quelle: Audio-Mitschnitt, lokal per Whisper transkribiert (Transkript nicht in raw/; Sprecher:innen anonymisiert → Funktionen)
Zweck: Vorstellung des Materialpakets für die BdB-Moderationsteams der Phasen 2 (Regierungsbezirk) und 3 (Regionalkonferenzen) der Informations- und Dialogkampagne. Nächster Termin: Probelauf 13.10. (zwei Teams, echte Gäste aus Schulen/Trägern, Schulaufsicht eingeladen).


1. Einordnung durch das StMUK (Eröffnung)

  • Haushaltsdimension: Digitalpakt 2 = 80 Mio. € Bundesmittel; nach Bundesregeln wären nur ca. 4,7 Mio. € Eigenmittel nötig. Freistaat legt 200 Mio. € drauf und erwartet rechnerisch weitere 200 Mio. € von den Kommunen → ca. 400 Mio. € statt 4 Mio. €. Daraus folgt „hohe Verantwortung", gerade für die BdB.
  • Die kommunalen Spitzenverbände wurden im Sommer 2025 gewonnen; Idee eines Digitalzuschusses reicht Jahre zurück (anfangs „ruppige" Abfuhr des Finanzministeriums, dann grundsätzliches Okay auf Arbeitsebene).
  • Rückblick: Die letzte Informationskampagne (vor ca. 5 Jahren) verlief kommunikativ schwierig; diesmal „Aufbruchstimmung" und Rollenwandel der BdB.
  • Kernbotschaften: Förderwelt hinter sich lassen · Dialog auf Augenhöhe · raus aus der Konfrontation, hin zur gemeinsamen Gestaltung · Rollenklarheit; vor Ort bleiben unterschiedliche Interessen, aber ein fairer, transparenter, strukturierter Prozess. Schulen haben keinen unmittelbaren Anspruch auf bestimmte Ausstattung, wohl aber darauf, dass der Schulbetrieb läuft.
  • Trichter-Bild: große Veranstaltung → Regierungsbezirk → Schulamtsebene → kleine Breakout-Räume (Gruppe wird kleiner, Dialog wichtiger).
  • Das Skript ist kein Maulkorb, sondern Hilfestellung/Sicherheit; kritische Situationen sind antizipiert; viel Gestaltungsfreiraum bleibt. Bitte um offenes, kritisches Feedback, solange noch nachgesteuert werden kann.

2. Phase 1 (Kick-off 22.10.) — Planungsstand

  • ca. 10 Min. Basisinput des StMUK (Folien werden vorab im Ordner bereitgestellt; für BdB nichts Neues), dazu Einspieler der ALP von Schulen (Schulleitungen, pädagogische Systembetreuungen, Lehrkräfte, Schulaufwandsträger).
  • Podium (ca. 1 Std., 4 Personen + Moderation der ALP): große kreisfreie Stadt (Kommunalperspektive, von Beginn an in der Konzeption), Grundschulleitung, BdB-Perspektive, abgeordnete Lehrkraft eines privaten Förderzentrums GE (Sonderbedarfe Förderschulen + private Träger).

3. Materialpaket (zentraler Ordner, Zugriff für alle eingesetzten BdB; Ablage voraussichtlich ByCS-Drive)

Material Inhalt
Wegweiser (klickbares PDF) Rollenbasierte Navigation (Moderation/Co-Moderation/Vortragende, Phase 2 oder 3) mit Checklisten vorher/nachher; Folie für Folie mit Farbcodes
Ablaufplan Klassisches Artikulationsschema, Folie für Folie: Aufgaben Moderator:in / Co-Moderator:in / Hintergrund; Alternative zum Wegweiser (Geschmackssache)
Präsentation Phase 2 (Bezirk, Türkis) ca. 12+ Folien, Moderationsnotizen mit Sprechtext, Ablauf, Kernbotschaft
Präsentation Phase 3 (Region, Aubergine) nur 10 Folien, bewusst viel Raum für Dialog
Skript Kommunikationstipps (Schweigen, unsachliche Chatbeiträge, Grundsatzkritik), je Folie: Kernbotschaft, Sprechvorschlag (teils 3–4 Varianten), Kommentarfeld; grüne Balken = Reaktionsvorschläge je Umfrageausgang; Plan B falls Staffelstab/Screenshots fehlen; Icebreaker für Phase 3
Chat-Steinbruch (geplant, noch nicht erstellt) Copy-&-paste-Bausteine für Chatnachrichten (z. B. Netiquette)
  • Nur sehr wenige Formulierungen sind verbindlich (deutlich markiert), alles andere sind Vorschläge.
  • Farbcodes: Umfragetool · Screenshot · Übertragen (Staffelstab) · Chat; Legende auf jeder Seite.

4. Ablauf Phase 2 (Bezirk, Webex-Webinar) — Dramaturgie „Draisine"

Logo = Schienen/Lichtkegel; Strichmännchen-Draisine mit BdB, der anschiebt (nach Chat-Feedback: nicht überfahren, Blickrichtung/Fahne korrigiert, Begriff „Draisine" früh erklären).

  1. Startbahnhof: Netiquette, Umfrage 1 „Wer ist dabei?" (Schule/Träger/andere).
  2. Fahrplan (mit Minutenangaben); gelbe Marke = „jetzt mitmachen".
  3. Tacho-Skalenabfrage (Ausgangslage), Frageranking (Q&A, „Gepäckablage") läuft permanent.
  4. Die vier Säulen: Säule 4 (technische Administration/Pflege & Wartung) bleibt stabil, keine Durchlässigkeit; zwischen Gebäude-Digitalinfrastruktur, mobile Endgeräte, digitale Bildungsmedien und KI sind Budgets verschiebbar.
  5. Paradigmenwechsel: befristete Förderprogramme (Bürokratie, keine Planungssicherheit) → Pauschalierung. Berechnungsbeispiel Grundschule: Pauschale 52,53 € × 123 Schüler:innen (Kostenerhebung 2026, amtliche Schuldaten).
  6. Pauschale = Flexibilität: Mittel flexibel einsetzen, zwischen Schulen und zeitlich verschiebbar (Ansparen/Vorabruf), keine Einzelprüfungen mehr (kein Antrag, Bewilligung, Verwendungsnachweis, Fristen). Nicht zulässig: IT-ferne Ausgaben (Tische, Türen, Umbau) — Mittel bleiben im Haushaltsbereich verankert.
  7. „Fahrkartenkontrolle" (Quiz zu den 3 Kernbotschaften) — enthält bewusst provozierende Aussage („Jede Schule verplant ihr eigenes Budget") zur kognitiven Dissonanz; Skript liefert klare Auflösung (Aussage falsch: Schulaufwandsträger beantragt/verwaltet, Planung gemeinsam).
  8. Bedeutung für Schule / Träger (Bürokratieabbau, Planungssicherheit) / Freistaat.
  9. Draisine-Erklärung: fährt nur bei Gleichtakt von Schule und Träger; BdB schubst an. Schulische Vorüberlegungen (pädagogisches Konzept → funktionale Anforderungen) laufen parallel zu Rahmenbedingungen/Ausstattungsplanung des Trägers.
  10. Umfrage „Wo hakt es?" (Top-Auswahl bestimmt die 3 Gruppen/Waggons in Phase 3) und „Wo läuft es gut?" (Dialogformate: Trägertreffen, Schul-/Unterrichtsbesuche, Ankerschul-Treffen).
  11. Leitfaden Dialog vor Ort (4 Bausteine: Hintergründe zur gesetzlichen Regelung · Strukturen/Aufgaben/Rollen · Beispiele & bewährte Abläufe/Dialogformate · Vorlagen, Checklisten, Linksammlungen) + Hinweis auf BdB-Suche (QR/Kurzlink).
  12. Top-3-Fragen aus dem Frageranking (ca. 90 Sek. je Antwort); Rest → Kampagnenseite/FAQ.
  13. Abschluss-Tacho „Wo sehen Sie sich in einem Jahr?" → Pause → Regionalkonferenz.

5. Ablauf Phase 3 (Region, ByCS-ViKo) — „Staffelstab"

  • Staffelstab = Übergabe von Phase 2 an 3: Screenshots der Umfrageergebnisse (Tacho Anfang/Ende, „Wo hakt es / läuft es gut") werden vom StMUK-Team in einen Ordner je Bezirksveranstaltung abgelegt (einheitliche Benennung) und vom Moderationsteam der Region in die Präsentation gezogen — Staffelstab ist regierungsbezirksscharf (Oberbayern-Ergebnisse für alle oberbayerischen Regionen). Chats werden nie gescreenshottet, nur Umfrageergebnisse/Frageranking.
  • Folienfolge: Bahnhof (Chat-Wasserfall) → Staffelstab-Ergebnisse → Streckenverlauf → „Wählen Sie Ihren Waggon" (Top-3-Themen = 3 Breakout-Räume, Wechsel frei möglich; kein vierter Hauptraum) → Waggon-Gespräch (Was läuft gut? Wo hakt es? Was probieren wir als Nächstes?) → Pinnwand/Whiteboard (Umsetzung noch offen) → Ernte im Plenum (Ergebnisse je Raum) → „Fahrkarte für die Heimfahrt" (nächster Schritt, z. B. Chat-Wasserfall) → Kontakte/BdB-Suche, Link auf KM-Seite + FAQ → Abschlussfolie mit Feedbackfrage.
  • BdB-Rolle in den Räumen: reine Moderation (nicht Information): Zeit halten, Gespräch in Gang halten, mitschreiben, Ergebnisse notieren. Bei Entgleisung: Ruhe bewahren · ernst nehmen/mitnehmen · gemeinsames Ziel (beste Bedingungen für Kinder und Jugendliche) betonen.
  • Phase 3 lebt von Teilnehmenden, die sich äußern; Träger sind interaktive ViKo-Formate oft nicht gewohnt → Icebreaker im Skript.

6. Organisatorische Beschlüsse und Änderungen

Thema Stand
Zeitstruktur pro Veranstaltungstag 45 Min. Bezirk – 30 Min. Pause – 45 Min. Region (statt bisher 45 – 15 – 60); Pause für Systemwechsel (Webex → ByCS-ViKo), Folien-Finalisierung mit Staffelstab-Screenshots. Bezirk bitte nicht überziehen.
Technik Umfragen (Slido) Slido ist in Webex integriert, setzt aber Webex-Registrierung/Gastgeberrolle voraus → StMUK-Vertreter (zwei) übernehmen Slido (Q&A, Umfragen, Screenshots) in den Bezirksveranstaltungen; Moderationsteams brauchen keinen Webex-Zugang. Materialien werden entsprechend überarbeitet. Einschränkung: ohne Bezahlversion nur 3 Umfragen → Umfragen nacheinander schließen/neu anlegen. Live-Test im Meeting scheiterte (Slido war zuvor geschlossen worden).
ViKo-Räume Phase 3 Moderationsteams legen den ByCS-ViKo-Raum selbst an (47 Räume zentral nicht leistbar) und legen in der BayernCloud Schule einen Kurzlink (Syntax voraussichtlich Autokennzeichen/Landkreise) auf ihren ViKo-Link an. Kurzlinks stehen später auf der Kampagnenseite. Für ViKo-Räume mit hoher Teilnehmerzahl ggf. Hochleistungsserver beim ViKo-Team anfragen (ca. 3 Tage Vorlauf); Prüfung, ob ViKo-Team Räume per CSV anlegen kann. Sammel-Mail an BdB-Sprecher folgt, sobald Liste final.
Moderationsteams (Excel-Liste) Schulamts-Tandems (I-/M-BdB) für alle 47 Regionalkonferenzen eingetragen; dritte Person (andere Schulart) und Bezirks-Dreierteams werden bis Ende der Woche (ca. 09.10.) je Regierungsbezirk ergänzt; Liste enthält je Region Zahl der Träger/Schulen (Richtwert, Mehrfachzählung privater Träger möglich). Region = Tandem-Zuschnitt (z. B. Münchner Landkreis auf zwei Konferenzen aufgeteilt, Doppelungen möglich).
Anmeldung Schulen über fibs, Träger über Link auf Kampagnenseite (je Regierungsbezirk) ab 08.10.; Zugangslinks Bezirk über fibs/Webex, für Regionalkonferenzen noch zu klären. Teilnehmerlisten nur aggregiert (Anzahl Schulen/Träger, privat vs. kommunal), keine Personenlisten; keine Trägerkennziffer-Abfrage (kein Kontrollinstrument, freiwilliges Angebot).
Homepages Zwei Seiten in Vorbereitung: (a) Instrument 4-Säulen-Zuschuss, (b) Kampagne (Einladungen/Anmeldelinks, FAQ zunächst intern, Freischaltung später). BdB erhalten die FAQ vorab (Word) inkl. der im Meeting im Chat gestellten Fragen.
Evaluation Evaluationslink am Ende der Veranstaltung (freiwillig, auch später ausfüllbar); weitere Schlussfolien noch in Planung.
Inhaltliche Sprechstunde Angebot (ca. 2 Std., diese Woche oder Di. 13.10. kombiniert) für inhaltliche Fragen zum Zuschuss; Termin offen.
Weitere Zusagen Chat-Steinbruch-Datei; Ergebnisse/Materialien-Update bis zum Probelauf 13.10.; Fahne/Draisine-Grafik anpassen.

7. Inhaltliche Klarstellungen zum Zuschuss (Diskussion im Chat)

  • Kein Töpfchen pro Schule und kein Rechtsanspruch auf einen Betrag; aber Pflicht zum ordnungsgemäßen Schul- und Unterrichtsbetrieb (Art. 13c AVBaySchFG (Ausführungsverordnung Schulfinanzierungsgesetz) — unbestimmter Rechtsbegriff, bewusst nicht weiter konkretisiert). Auch im Digitalpakt 1 gab es keine gleichmäßige Verteilung.
  • Neue Vertrauenskultur: Der Träger hat künftig eher das Problem, das Geld zweckentsprechend auszugeben; BdB sind nicht „Sachwalter gegen den Träger".
  • Kontrolle: keine Nachweise je Euro mehr, aber Rechtsaufsicht (Landratsamt/Regierung) prüft über die Haushalte, dass Mittel zweckentsprechend vereinnahmt und nicht in den allgemeinen Kommunalhaushalt überführt werden; Verwendung für Schulbau ausgeschlossen.
  • Ansparen: nur Anhaltspunkt — Mittel einer Säule sollten im Mittel innerhalb der Nutzungsdauer (z. B. mobile Endgeräte 4–5 Jahre) ausgegeben werden; keine Rechtspflicht, Ultima Ratio: schul-/rechtsaufsichtliches Eingreifen bei dauerhaftem Ansparen.
  • Pauschalen sind kalkuliert: Förderschulen ca. 3× Grundschule (spezifische Gründe); Zielbilder in der Gesetzesbegründung (z. B. alle Lehrkräfte brauchen ein mobiles Endgerät — Mittel reichen dafür) → Träger können nicht alles in WLAN stecken und Lehrkräfte nicht ausstatten.
  • Nicht erreichte Träger: Kampagne ist freiwillig/Startschuss; entscheidend ist, dass Schulen den Leitfaden nutzen; Ziel in der Fläche: Förderprogramm-Denke „aus Köpfen und Mündern" bekommen.
  • BdB-Rolle: Schmiermittel/Moderation des Gesamtprozesses („Coaches"), nicht Verteidiger einer Seite.

Nachtrag 07.10.2026

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